Tag 7, Donnerstag: Viel rauf und wenig runter

Die Nacht war klar und kalt und es waren in der Ferne auch vereinzelt Schüsse von Gänsejägern zu hören gewesen. Das Wetter war auch am Morgen immer noch gut. Doch nach und kam ein immer stärkerer Wind aus Südwesten auf, mehr oder weniger genau aus unserer Fahrteichtung. Um 8:45 Uhr fuhren wir los. Die Piste war nach wie vor in gutem Zustand. Nur einige Passagen waren schwieriger zu fahren. Dafür gings die meiste Zeit rauf, oft sehr steil. Immer wenn man meinte den obersten Punkt eines Hügelzuges erreicht zu haben, kam mindestens noch eine Kuppe zum Vorschein. Wars dann mal flach oder gings sogar bergab mussten wir uns immer noch gegen den Wind behaupten. Nach gut 34km machten wir nach einer kleinen Furt im Windschutz einer Kuppe Nach gut 5 Stunden Fahrzeit Mittagsrast. Danach gings gleich wieder in eine ruppige Steigung. Nach und nach näherten wir uns der 800m Grenze. Nun wurde die Landschaft endlich etwas flacher. An der Abzweigung zum Laugafell bogen wir rechts ab. Das Bad im aufgestauten Pool wollten wir uns nicht entgehen lassen. Das waren uns die 22km Umweg wert. Im Laufe des Nachmittages hatte sich der Himmel immer mehr überzogen. Nun um 19:30 Uhr sah es sehr nach Regen aus. Und wirklich, kaum hatten wir die ersten Höhenmeter zur Hochebene, die zum Laugafell führt hinter uns gebracht, setzte der Regen ein. Nun wurde es etwas ungemütlich im starken Wind, Regen und Nebel. Weit und kein Wasser und kein geeigneter Zeltplatz, überall um uns herum nur trostlose Wüste und es wurde langsam Nacht. Als wir schon mit dem Gedanken spielten in der Nacht die Bikes bis zur Hütte am Laugafell zu schieben, entdeckte Raimund in der Ferne eine Hütte. Diese stellte sich eine halbe Stunde später als eine Unterkunft wohl für den Schafabtrieb heraus, die auf keiner Karte verzeichnet ist. Für uns war sie auf jeden Fall Gold wert! Nachdem „Graf“ Raimund einen in der Hütte friedlich schlafenden französischen Trekker tüchtig erschreckt hatte, dürfte ich meine Fremdsprachenkenntnisse einsetzen um die Situation zu beruhigen. Auf jeden Fall waren in der Hütte noch 2 Betten für uns frei. Nach einem heissen Kakao und ein paar Kekse sanken wir todmüde in unsere Schlafsäcke.
Heute haben wir hier geschlafen: N 65°01’40.2″ / W 18°03’15.5″

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