2. Tag, Samstag: Schieben im Wind

Immer noch schönes Wetter, aber es weht ein stärker, teilweise stürmischer Wind. Um 9:15 Uhr fahren wir los. Erst ist die Piste noch in recht gutem Zustand. Doch nach einigen Kilometern wird sie zunehmend schlechter und immer wieder hat es z.T. längere sandige Abschnitte. Also ist viel schieben angesagt. Später folgt das erste Lavafeld. Das wäre eigentlich recht gut fahrbar. Doch ist inzwischen der Wind zu einem ordentlich Sturm geworden, der das Lenken bei einer Fahrgeschwindigkeit von knapp 5km/h stark erschwert. Also ist auch hier immer schieben angesagt. Kurz vor dem Etappenziel wartet dann noch eine Furt. Das Wasser ist kalt aber auch mit dem Bike in der ohne grosse Probleme durchquerbar. Der Druck des Wassers an den Packtaschen ist aber schon spührbar. Danach gabs noch einen 5km langen Kampf frontal gegen Sturm bis wir um 14:45 Uhr in Herdubreidarlindar eingetroffen sind. Im Süden tobt ein Sandsturm, und da wollen wir morgen hin. Heute habe ich gefühlte 75% der 22km Tagesstrecke mein Bike geschoben. Aber nachdem ich mich im Zelt ausstrecken konnte sah die Welt schon wieder freundlicher aus!
Bild 1: die Herdubreid von Osten. Bild 2: Blick übers Hochland nach Süden. Beide Bilder aufgenommen von Herdubreidarlindir aus.

1 Kommentar

  1. Hoi Beat
    Gratuliere dir zu diesem Blog, sieht alles aufregend aus. Ich bin gerade aus Schweden zurück und kann euch bezüglich Wind etc. gut nachfühlen. Bei 3 Grad, Regen und stürmischem Wind mussten wir unsere Kanus für 2 Tage an Land lassen (Wellen zu hoch) und uns mehr oder minder im Zelt verkriechen 😉 Es lebe der Norden!

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